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Rezepte Datenbank > Ohne Kategorie > Gebratene Rehkeule


 











Gebratene Rehkeule

Anzahl: 6 Portionen
Kategorie: Hauptspeise, Fleisch

1
2

100
2
3
1

EL

g


kl
Rehkeule (circa 2 kg)
Gewürzmischung, gehäuft
-(siehe unten)
Butter
Zwiebeln
Knoblauchzehen
Möhre
1
2
2
1
1


EL

EL
Lauchstange, dünn
Bleichselleriestängel
(-3) Himbeeressig
Flasche Rotwein
(-2) rotes Johannisbeergelee
-(oder Himbeerkonfitüre)
Gewürzmischung:
1
1

1
6
3
EL
EL



weisse Pfefferkörner
schwarze Pfefferkörner
Korianderkörner
Gewürznelke
(-8) Pimentkörner
(-4) Wacholderbeeren
1
1

1
1
kl
EL

TL
EL
getrocknete Chilischote
getrockneter Thymian,
-gehäuft
brauner Rohrzucker
Salz, gehäuft

Wenn Sie ihn nett bitten, wird der Wildhändler sicher die Keule
für Sie küchenfertig herrichten, das heisst, vor allem die dünne,
bläulich-weisse Haut wegschneiden, die sie überzieht.

Zuerst die Gewürzmischung herstellen: Gewürzkörner und Gewürze
in einen Mörser oder Mixer schütten, Zucker und Salz zufügen und
zu feinem Pulver zerkleinern. In einem Schraubglas aufbewahren.

Die Rehkeule mit Küchenpapier sauber wischen und - sofern der
Händler das nicht bereits erledigt hat - auch häuten. Mit etwa
zwei Esslöffeln der Gewürzmischung rundum gut einreiben. Mit der
Hälfte der Butter - sie sollte zimmerwarm sein - dick einstreichen.

Die Keule auf dem tiefen Bratenblech oder in einer passenden
Bratenform in den auf 250 Grad Celsius (auch mehr, falls der Ofen
das schafft) vorgeheizten Backofen schieben und etwa 15 bis 20
Minuten in der Strahlungshitze, die im Ofen herrscht, anbraten.

In der Zwischenzeit das Gemüse putzen: Zwiebeln, Knoblauch und
Möhren schälen, Lauch aufschlitzen und gründlich auswaschen,
Bleichsellerie fädeln. Alles fein würfeln. Um die Keule herum auf
dem Blech beziehungsweise in der Bratenform verteilen, salzen,
pfeffern sowie mit einigen Butterflöckchen besetzen.

Jetzt den Ofen auf 100 Grad Celsius herunterschalten, das Gemüse in
der nunmehr nachlassenden Hitze weitere 10 bis 15 Minuten rösten.
Erst dann mit dem Rotwein ablöschen. Zunächst die Hälfte
angiessen. Nach einer guten halben Stunde den Rest hinzugeben.

Die Rehkeule nach dem Herunterschalten noch etwa zwei Stunden im
nunmehr nur noch milde beheizten Ofen ziehen lassen. Es macht
nichts, wenn sie noch länger im Ofen bleibt, allerdings sollte man
dann die Temperatur auf 90 Grad Celsius reduzieren. So bleibt das
Fleisch auch weiterhin zart und saftig und trocknet nicht aus.

Für die Sauce das Gemüse aus der Fettpfanne mitsamt dem Bratensaft
in eine Kasserole umfüllen und mit einem Mixstab glatt pürieren,
dabei nach und nach die inzwischen gut gekühlte, restliche Butter
sowie das Johannisbeergelee untermixen. Die Sauce schliesslich durch
ein Sieb passieren und nochmals abschmecken.

Vor dem Tranchieren haben viele Leute mächtig Manschetten. Dabei
ist es ganz einfach, wenn man weiss, wie. So gelingt es garantiert:
Man packt die Keule mit einem Stück Küchenpapier am Knochen mit
der linken Hand, nimmt ein grosses, gut geschärftes Messer in die
rechte Hand (vorausgesetzt, Sie sind Rechtshänder - sonst ist es
natürlich umgekehrt), stellt die Keule senkrecht, Knochen nach
oben, und schneidet einfach das sich an einer Seite vorwölbende
Fleischstück den Knochen entlang ab. Jetzt liegt ein wunderbar
geformtes Stück Braten auf dem Arbeitsbrett, das sich mühelos in
dünne Scheiben senkrecht schneiden lässt, ohne dass der Knochen
stört. Genauso lässt sich mit dem Fleischstück auf der anderen
Seite des Knochens verfahren. So einfach ist das! Und die gut
durchwachsene Partie vom Unterschenkel darf derjenige abnagen, der
sich darum reisst - dieses Fleisch ist besonders aromatisch und
saftig!

Die Scheiben werden auf einer Platte dachziegelartig angerichtet,
daneben das Maronen-Rosenkohlgemüse sowie die Kartoffeltaler
platzieren. Die Sauce wird in einer Saucière extra serviert.

Getränk: Ein grosser Rotwein, schliesslich ist Weihnachten. Ganz
nach persönlicher Vorliebe ein Bordeaux oder Burgunder, ein Chianti
oder Barolo. Wir bleiben in Deutschland und wählen einen
kräftigen, aber eleganten und geschmeidigen, gut gereiften
Spätburgunder aus. Zum Beispiel aus Franken vom Weingut Fürst oder
vom Kaiserstuhl vom Weingut Schwarzer Adler.

Weihnachtsmenü 2003:
Cremesuppe aus Roter Bete und gelbem Kürbis
Gebratene Rehkeule
Maronen-Rosenkohlgemüse
Kartoffeltaler mit Steinpilzduft
Ingwercreme mit Karamellkruste

http://stat.wdr.de/cgi-bin/wdr/RD/www.wdr.de/tv/service/essen/downlo
ad/031212rezepte.rtf


 

 

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Gebratene Rehkeule Rezept



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