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Indonesischer Kochkurs / Teil 3 / Sambals
In diesem Teil will ich näher eingehen auf das Phänomen SAMBAL. Oft wird
gedacht, dass nur durch zufügen von Sambal ein Gericht indonesisch wird.
Das ist ein grosser Missverstand. Sambals (auch) sind selbstständige
Gerichte und können bestehen aus ausschliesslich Lomboks mit Gewürzen
(einfache) oder aus Gemüsen/Früchten (mehrfache). Die in Gläsern
erhältlichen Sambals enthalten grosse Mengen Vitamin C. Seltsamerweise
wirkt das Essen von diesen scharfen bis sehr scharfen Gerichten kühlend in
warmen Tropenabenden. Auch sind die Sambals (voor allem die mehrfachen) so
zusammen gestellt, dass sie länger haltbar sind und dienen sie oft als
Basis für andere Gerichte. Der gekaufte Sambal ist natürlich auch prima
zu gebrauchen, aber wer selber Sambal hergestellt hat, wird merken, dass
er/sie nicht mehr ohne kann. Macht süchtig!
Der Sambal Oelek (ausgesprochen: ulek) ist der Basissambal.
Sambal ist wirklich bei jeder Mahlzeit erforderlich (ein Indonesier isst
keine Mahlzeit ohne Sambal) und werden darum auch immer zu jeder Mahlzeit
serviert. Ein(e) gute(r) "Kokkie" in der Küche muss genügend Kenntnis
haben von den Sambals, vor allem den Sambal Ulek (Oelek). Wenn Ihr Angst
habt vor der Schärfe des Sambals, habt Ihr immer noch die Tips aus dem 1.
Teil! Ansonsten heisst es sich gewöhnen und probieren. Mit dem Kochen von
Tumis Pollong habt Ihr schon geuebt mit den Lomboks und wahrscheinlich
entdeckt, dass die Pfeffer nicht so scharf sind, wie sie aussehen. Nach dem
Kochen oder Schmoren geht mit Sicherheit einiges an Schärfe verloren. Die
Sambals sind nicht ewig haltbar.
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