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Ayurveda, eine Kurzinfo, Teil 2 von 2
KOMPILIERT VON
Anfang: siehe Teil 1.
Bevor man mit der Ayurveda-Küche startet, muss man also den aktuellen
Stand der persönlichen Doshas ermitteln. Hierzu gibt es einfache
Frage-Tests.
Die einzelnen Lebensmittel, Kräuter und Gewürze sind dann in sechs
unterschiedliche Geschmacksrichtungen einzuteilen: süss, salzig,
sauer, bitter, scharf und herb. Dementsprechend wirken sie auf die
drei Doshas ein, gleichen sie aus oder fördern sie und können
Gesundheit oder Krankheit hervorrufen. Zwar enthalten die meisten
Lebensmitteln mehr als eine Geschmacksrichtung, doch fast immer
herrscht eine vor. Die Mehrzahl der Obstsorten ist z.B. süss und
sauer zugleich; das leuchtet bei dem Beispiel Orange jedem sofort ein.
Jeder ernärt sich dann mit Hilfe der Geschmacksrichtungen am besten
so, dass er sein vorherrschendes Dosha reduziert, die anderen dagegen
erhöht. So entsteht ein Ausgleich, dessen Ideal das mehr oder minder
perfekte Gleichgeqicht aller drei Doshas ist.
Die rein indische Ayurveda-Küche besteht übrigens nicht
ausschliesslich aus vegetarischen Gerichten. Sie sind wichtig, da
viele Hindus und Buddhisten aus überwiegend religiösen Gründen
kein Fleisch anrühren, doch viele Inder schätzen - zumindest
gelegentlich - ein Huhn-, Lamm- oder Rindfleischgericht. Das ist ganz
nach Region und Geldbeutel unterschiedlich. Dass die Mehrzahl der
indischen Hauptspeisen vegetarisch ist, hat neben religiöse und
finanzielle Gründen, auch hygienische Gründen. In heissen,
tropischen Gegenden ist Fleisch ohne Elektrizität und Eisschrank
kaum haltbar und damit gesundheitsgefährdend. Zum anderen liefern
lebende Kühe weit länger nahrhafte Lebensmittel als das Fleisch
eines geschlachteten Tieres und sind wichtige Helfer: sie dienen als
Last- und Zugtier, ihr Dung ist Brennmaterial, ihre Milch liefert
Joghurt, Sahne, Frischkäse, Käse, Butter und Butterschmalz.
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